
Bonn, 25. Juni 2026 (JPD) Das Bundesamt für Justiz hat am Donnerstag den 2. Bonner Rechtshilfetag ausgerichtet. Rund 140 Fachleute aus Justiz, Behörden und internationalen Organisationen tauschten sich anlässlich des Europäischen Tags der Justiz über den internationalen Kinderschutz sowie die grenzüberschreitende Vollstreckung von Geldsanktionen aus.
Nach Angaben des Bundesamts für Justiz dient die Veranstaltung der Stärkung der justiziellen Zusammenarbeit in Europa und der Förderung der praktischen Umsetzung internationaler Rechtsinstrumente. Teilnehmer kamen aus Deutschland, Belgien, Österreich und der Schweiz. Vertreten waren zudem die Europäische Kommission, die Haager Konferenz für Internationales Privatrecht (HCCH) sowie internationale Verbindungsrichter.
Im Mittelpunkt standen Fragen des internationalen Kinderschutzes und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Zentralen Behörden. Darüber hinaus diskutierten die Teilnehmer über die Vollstreckung von Geldsanktionen im Ausland, insbesondere bei Straßenverkehrsdelikten, die nach Angaben des Bundesamts einen erheblichen Teil der internationalen Rechtshilfeverfahren ausmachen.
Der Ständige Vertreter der Staatssekretärin im Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, Dr. Johannes Dimroth, hob die Bedeutung einer unabhängigen Justiz und einer engen europäischen Zusammenarbeit hervor. Die Präsidentin des Bundesamts für Justiz, Veronika Keller-Engels, bezeichnete den Rechtshilfetag als wichtiges Forum für den grenzüberschreitenden fachlichen Austausch und die Vernetzung der beteiligten Behörden.
Der Europäische Tag der Justiz wurde 2003 vom Europarat und der Europäischen Kommission ins Leben gerufen. Das Bundesamt für Justiz veranstaltet die zentrale deutsche Fachveranstaltung jährlich im Wechsel in Bonn oder gemeinsam mit Bundesländern und europäischen Partnerstaaten.


