
Wiesbaden, 21. April 2026 (JPD) Im ersten Quartal 2026 sind in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 270.000 Menschen gestorben. Die Sterbefallzahlen lagen überwiegend im Bereich der mittleren Werte der Jahre 2022 bis 2025 oder darunter. Der für Wintermonate typische Einfluss von Atemwegserkrankungen fiel dabei vergleichsweise gering aus. Eine Ausnahme bildeten erhöhte Werte Mitte Januar mit Abweichungen von bis zu acht Prozent.
Im Monatsvergleich ergaben sich nur moderate Unterschiede zum Durchschnitt der Vorjahre. Im Januar lagen die Sterbefälle um drei Prozent über dem Mittelwert, im Februar um ein Prozent. Im März hingegen wurde ein Rückgang um elf Prozent verzeichnet. Auch weitere Indikatoren des Robert Koch-Instituts zur Einordnung der Grippewelle bewegten sich auf dem Niveau der Vorsaisons oder darunter.
Geringe Grippewelle, stabile Sterblichkeit in Deutschland
Die Daten deuten darauf hin, dass die saisonale Grippewelle im Winter 2026 weniger Einfluss auf die Sterblichkeit hatte als in vergleichbaren Zeiträumen. Insgesamt blieb die Entwicklung der Sterbefallzahlen im erwartbaren Rahmen, ohne ausgeprägte Übersterblichkeit über längere Zeiträume hinweg.
Im europäischen Vergleich zeigte sich hingegen ein anderes Bild. Nach Auswertungen des EuroMOMO-Netzwerks wurden in mehreren Ländern zu Jahresbeginn deutliche Abweichungen von den erwarteten Sterbefallzahlen festgestellt. So registrierten Frankreich und Spanien zeitweise eine hohe Übersterblichkeit, während Portugal sogar sehr hohe Werte verzeichnete. In weiteren Staaten traten bis in den März hinein moderate Abweichungen auf.





