
Köln, 4. November 2026 (JPD) – Nur 37 Prozent der 1958 geborenen Babyboomer haben ihre Altersrente erst mit Erreichen der gesetzlichen Regelaltersgrenze von 66 Jahren begonnen. Das zeigt eine Auswertung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Demnach gingen 27 Prozent nach mindestens 45 Versicherungsjahren abschlagsfrei vorzeitig in Rente, weitere 18 Prozent mit Abschlägen. Sieben Prozent nutzten die Möglichkeit eines früheren Rentenbeginns wegen Schwerbehinderung.
Der Trend zur Frührente setzt sich damit fort. Im Jahr 2025 bezogen zusätzlich rund 1,1 Millionen Menschen der Jahrgänge 1960 bis 1963 bereits eine Altersrente, obwohl sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht hatten. Zwischen 2012 und 2025 stieg das gesetzliche Renteneintrittsalter um 14 Monate, das durchschnittliche Rentenzugangsalter dagegen nur um acht Monate.
Das IW sieht insbesondere in den gesetzlichen Möglichkeiten zum vorzeitigen Rentenbeginn einen Anreiz für den frühen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. Eine Alterssicherungskommission empfiehlt, die abschlagsfreie Frührente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen und das frühestmögliche Zugangsalter für langjährig Versicherte von 63 auf 64 Jahre anzuheben.






