Kartoffelpreise steigen deutlich – Ernte bricht um ein Viertel ein

Wiesbaden, 15. Oktober 2026 (JPD) – Kartoffeln haben sich in Deutschland deutlich verteuert. Verbraucher mussten im September 2026 durchschnittlich 11,3 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln lagen im August sogar um 61,5 Prozent über dem Vorjahresniveau, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Es war der stärkste Anstieg seit drei Jahren.

Gleichzeitig fällt die Kartoffelernte 2026 erheblich geringer aus. Nach vorläufigen Schätzungen werden rund 10,4 Millionen Tonnen geerntet und damit 24,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Anbaufläche verringerte sich um 11,1 Prozent auf 268.300 Hektar. Auch die Erträge je Hektar gingen deutlich zurück. Als wesentliche Ursachen gelten die extreme Hitze und Trockenheit des Sommers.

Trotz des Ernterückgangs produziert Deutschland weiterhin mehr Kartoffeln, als im Inland benötigt werden. Der Selbstversorgungsgrad lag im Wirtschaftsjahr 2024/25 bei 145 Prozent. Tiefgekühlte Kartoffelprodukte wie Pommes frites verbilligten sich im September gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent.

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