ifo Institut: Wirtschaftlicher Druck belastet Verhältnis zwischen Führungskräften und Beschäftigten

München, 9. Oktober 2026 (JPD) – Wirtschaftliche Unsicherheit und Sparmaßnahmen bestimmen zunehmend das Verhältnis zwischen Führungskräften und Beschäftigten in deutschen Unternehmen. In einer aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem ifo Institut nannten 44 Prozent der Unternehmen wirtschaftlichen Druck als prägendes Thema im Arbeitsalltag.

Mit deutlichem Abstand folgen Restrukturierung und Stellenabbau, neue Arbeitsmodelle, Führungswechsel sowie Innovationen mit jeweils 12 Prozent.

Besonders ausgeprägt ist die Bedeutung wirtschaftlicher Unsicherheit in größeren Unternehmen. Bei Betrieben mit mindestens 500 Beschäftigten sehen 52 Prozent darin den wichtigsten Einflussfaktor, bei Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten sind es 42 Prozent. Innovationen spielen dagegen in kleineren Unternehmen eine größere Rolle.

Zwischen den Branchen zeigen sich unterschiedliche Schwerpunkte. In der Industrie nennen 17 Prozent Restrukturierungen und Stellenabbau als prägendes Thema. Bei Dienstleistungsunternehmen stehen neue Arbeitsmodelle mit 18 Prozent im Vordergrund, im Handel folgen Innovationen mit 16 Prozent.

ifo-Forscherin Daria Schaller betonte die Bedeutung transparenter Kommunikation. Führungskräfte sollten Sparmaßnahmen frühzeitig erklären und Beschäftigte in Entscheidungen einbeziehen, um Vertrauen und Motivation zu erhalten.

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