
Wiesbaden, 11. September 2026 (JPD) – Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte sind im Juli 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,7 Prozent gesunken. Gegenüber Juni 2026 stiegen sie dagegen um 0,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Besonders deutlich verbilligten sich Tiere und tierische Erzeugnisse.
Die Preise für pflanzliche Erzeugnisse lagen 4,4 Prozent unter dem Niveau von Juli 2025. Tiere und tierische Erzeugnisse verbilligten sich binnen Jahresfrist um 18,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Preise pflanzlicher Produkte um 4,6 Prozent, während tierische Erzeugnisse um 1,9 Prozent günstiger wurden.
Kartoffeln und Obst deutlich günstiger
Bei Speisekartoffeln lagen die Erzeugerpreise im Juli 45,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Obst verbilligte sich um 26,6 Prozent, darunter Tafeläpfel um 42,0 Prozent. Gegenüber Juni stiegen die Preise für Speisekartoffeln allerdings um 10,3 Prozent.
Gemüse verteuerte sich dagegen binnen Jahresfrist um 10,4 Prozent. Besonders kräftig stiegen die Preise für Eissalat um 60,8 Prozent und Gurken um 48,9 Prozent. Tomaten kosteten auf Erzeugerebene 10,6 Prozent mehr als im Juli 2025.
Auch Getreide war mit einem Plus von 3,0 Prozent erstmals seit April 2025 wieder teurer als im jeweiligen Vorjahresmonat. Die Preise für Handelsgewächse stiegen um 6,2 Prozent, darunter Raps um 12,9 Prozent. Wein verteuerte sich um 0,7 Prozent.
Milch und Schlachtschweine deutlich billiger
Bei tierischen Erzeugnissen ging insbesondere der Milchpreis zurück. Er lag im Juli 24,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau, stieg gegenüber Juni aber um 0,9 Prozent. Eier verteuerten sich binnen Jahresfrist dagegen um 9,2 Prozent.
Die Preise für Tiere sanken insgesamt um 16,6 Prozent. Schlachtschweine waren 25,7 Prozent günstiger als im Juli 2025, Rinder 13,4 Prozent und Geflügel 2,1 Prozent. Bei Hähnchen betrug der Rückgang 4,8 Prozent, während sich Enten und Puten um 1,9 Prozent verteuerten.



