
Berlin, 9. September 2026 (JPD) Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat im Juli 2026 erstmals in diesem Jahr unter dem Niveau des jeweiligen Vorjahresmonats gelegen. Mit knapp 2,7 Millionen Tonnen wurden rund zwei Prozent weniger Rohstahl erzeugt als im Juli 2025. Als Grund wird die weiterhin schwache Nachfrage genannt.
Von Januar bis Juli 2026 erhöhte sich die Rohstahlerzeugung gegenüber dem Vorjahreszeitraum dennoch um fast sieben Prozent. Auf das Gesamtjahr hochgerechnet entspricht die Produktion der ersten sieben Monate einem Volumen von rund 36,5 Millionen Tonnen. Im Jahr 2025 waren insgesamt rund 34 Millionen Tonnen Rohstahl produziert worden.
Oxygenstahl wächst stärker als Elektrostahl
Deutliche Unterschiede zeigen sich zwischen den beiden Erzeugungsrouten. Die Oxygenstahlerzeugung nahm in den ersten sieben Monaten des Jahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,5 Prozent zu. Die Elektrostahlproduktion wuchs dagegen lediglich um 3,4 Prozent. Damit bleibt ihre Entwicklung bislang deutlich hinter der konventionellen Erzeugungsroute zurück.




