Bäckerei Messing insolvent – Investor bis Ende August gesucht

Berga, 11. August 2026 (JPD). Die Bäckerei Messing OHG mit Sitz in Berga hat Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Halle an der Saale bestellte Rüdiger Bauch von der Kanzlei Schultze & Braun zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Bauch und sein Team prüfen derzeit die wirtschaftliche Lage und mögliche Sanierungsoptionen. Ziel ist es, die Produktion von Bäckerei- und Konditoreiwaren sowie das Filial- und Auslieferungsgeschäft fortzuführen und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten.

Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters allerdings kritisch. Für eine dauerhafte Fortführung sei zeitnah der Einstieg eines Investors erforderlich. Möglich sei sowohl eine Übernahme des bestehenden Unternehmens als auch die Integration in eine Unternehmensgruppe.

Sollte sich bis Ende August kein Investor finden, müsse der Geschäftsbetrieb voraussichtlich kontrolliert heruntergefahren werden. Damit sollen weitere Verluste zulasten der Gläubiger vermieden werden.

Die Bäckerei Messing beschäftigt rund 20 Mitarbeiter. Die Belegschaft wurde über die Situation informiert. Die Beschäftigten haben Anspruch auf Insolvenzgeld.

Das Unternehmen betreibt Filialen in Wallhausen, Roßla, Kelbra und Sangerhausen. Zudem ist es mit zwei mobilen Verkaufswagen in der Region unterwegs. Die Bäckerei Messing OHG wurde 2021 gegründet, die Geschichte des Familienbetriebs reicht jedoch bis ins Jahr 1974 zurück.

Als Ursachen für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt das Unternehmen die Folgewirkungen der Corona-Pandemie sowie Preissteigerungen und Umsatzrückgänge infolge der wirtschaftlichen und geopolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre.

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