Friedberg, 11. August 2026 (JPD). Der insolvente Analyse- und Messspezialist Meter-Q Solutions ist von der FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe übernommen worden. Das Unternehmen mit Sitz im hessischen Friedberg gehört seit dem 1. August 2026 zu der Unternehmensgruppe. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gläubigerversammlung.
Durch die Transaktion bleiben der Standort in Friedberg und 15 der bislang 17 Arbeitsplätze erhalten. Insolvenzverwalter Alexander Eggen von Schultze & Braun hatte den Geschäftsbetrieb während des Insolvenzverfahrens fortgeführt und einen Investorenprozess eingeleitet.
Meter-Q ist auf Analyse- und Messtechnik für Wasserstoff und Erdgas spezialisiert. Zum Leistungsangebot gehören unter anderem Lösungen für Erdgasspeicher, Erdgasverteiler- und Biogasanlagen sowie die Herstellung mobiler Mess- und Analyseanlagen. Darüber hinaus produziert und eicht das Unternehmen Gasmesssysteme und übernimmt deren Einbau, Wartung und Folgeeichung.
Die FRIEDRICH VORWERK Unternehmensgruppe ist auf Rohrleitungs- und Anlagenbau spezialisiert und beschäftigt nach eigenen Angaben an 15 Standorten in Deutschland und Europa mehr als 2.400 Mitarbeiter. Ihre Aktivitäten im Bereich Gas- und Wasserstofftechnologie sind in der VORWERK Gas Technology GmbH gebündelt.
Mit der Übernahme will die Unternehmensgruppe ihr Angebot im Bereich der Gas- und Wasserstofftechnologie erweitern. Meter-Q soll seine Tätigkeit am Standort Friedberg fortsetzen.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten von Meter-Q waren nach Angaben des Insolvenzverwalters insbesondere auf die Vorfinanzierung lang laufender Projekte zurückzuführen. Während die Ausgaben bereits während der Projektlaufzeit anfielen, seien Einnahmen häufig erst nach Abschluss der Projekte erzielt worden. Daraus habe sich eine Liquiditätslücke entwickelt, die das Unternehmen nicht mehr aus eigener Kraft habe schließen können.
Meter-Q Solutions wurde Anfang 2014 gegründet und ist im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig. Nach Angaben des Unternehmens kommen seine Geräte bei nahezu allen Netzbetreibern zum Einsatz.





