
Bonn, 11. August 2026 (JPD). Das Bundeskartellamt hat den Einstieg der CZECHOSLOVAK GROUP a. s. (CSG) bei zwei ungarischen Unternehmensgruppen freigegeben. Die Behörde genehmigte am Dienstag den Erwerb von 49 Prozent der Anteile an der Hirtenberger-Gruppe mit Sitz in Várpalota sowie den mittelbaren Erwerb von 49 Prozent der Anteile an der Rába-Gruppe mit Sitz in Budapest.
Die CSG mit Sitz in Prag ist ein international tätiger Rüstungs- und Industriekonzern. Das Unternehmen ist unter anderem in den Bereichen Verteidigung, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Industrietechnologien tätig und produziert auch Schwerlastfahrzeuge. Wirtschaftlicher Eigentümer ist der tschechische Unternehmer Michal Strnad.
Die Hirtenberger-Gruppe produziert Mörser und entsprechende Munition. Die Rába-Gruppe stellt Fahrzeugkomponenten her und fertigt im Verteidigungsbereich unter anderem gepanzerte Mannschaftstransportwagen. Daneben bietet das Unternehmen Wartungs-, Reparatur- und Instandhaltungsleistungen für Militärfahrzeuge an.
Nach Einschätzung des Bundeskartellamts überschneiden sich die Produktportfolios von CSG und den beiden Zielgesellschaften nur in geringem Umfang. Vielmehr ergänzten sich die jeweiligen Tätigkeitsbereiche weitgehend.
Zwar seien durch den Zusammenschluss Synergien insbesondere bei der Fahrzeugfertigung zu erwarten, erklärte Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Angesichts starker Wettbewerber ergäben sich daraus jedoch keine wettbewerblichen Bedenken. Nach Auffassung der Behörde könnte die Transaktion den Wettbewerb sogar beleben.




