Immobilienpreise entwickeln sich uneinheitlich – Wohnen wird teurer

Berlin, 10. August 2026 (JPD). Die Immobilienpreise in Deutschland haben sich im zweiten Quartal 2026 unterschiedlich entwickelt. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp) stieg gegenüber dem Vorjahresquartal insgesamt um 1,3 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 gingen die Preise dagegen leicht um 0,1 Prozent zurück.

Getragen wurde der Anstieg im Jahresvergleich ausschließlich vom Wohnimmobilienmarkt. Wohnimmobilien verteuerten sich gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 1,9 Prozent. Die Preise für Büroimmobilien gingen dagegen um 1,2 Prozent zurück, Einzelhandelsimmobilien verbilligten sich um 0,2 Prozent.

Bei den Wohnimmobilien legten Eigentumswohnungen mit 2,6 Prozent am stärksten zu. Eigenheime verteuerten sich um 2,0 Prozent, Mehrfamilienhäuser um 1,6 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 stiegen die Wohnimmobilienpreise insgesamt um 0,3 Prozent.

Auch die Neuvertragsmieten in Mehrfamilienhäusern erhöhten sich weiter. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 3,2 Prozent. Nach Einschätzung des vdp bleibt der Wohnungsmarkt aufgrund des anhaltenden Wohnungsmangels angespannt.

„Erstmals seit anderthalb Jahren bewegten sich die Preise in den Objektklassen wieder uneinheitlich“, erklärte vdp-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Während Büro- und Handelsimmobilien im Preis nachgegeben hätten, seien Wohnimmobilien weiterhin teurer geworden, allerdings weniger dynamisch als in den vorangegangenen Quartalen.

In den sieben größten deutschen Städten erhöhten sich die Wohnimmobilienpreise im Jahresvergleich durchschnittlich um 2,1 Prozent. Den stärksten Anstieg verzeichnete Hamburg mit 3,8 Prozent, gefolgt von Köln mit 2,5 Prozent sowie Frankfurt und Düsseldorf mit jeweils 2,4 Prozent. In München stiegen die Preise um 2,3 Prozent, in Berlin um 1,6 Prozent und in Stuttgart um 0,7 Prozent.

Die Neuvertragsmieten in den Top-7-Städten erhöhten sich durchschnittlich um 1,5 Prozent. Den stärksten Mietanstieg registrierte der vdp in Düsseldorf mit 3,6 Prozent. Berlin wies mit 0,6 Prozent erneut den geringsten Zuwachs auf.

Auf dem Gewerbeimmobilienmarkt drehten die Preise erstmals seit fünf Quartalen im Jahresvergleich ins Minus. Büroimmobilien verbilligten sich um 1,2 Prozent, Einzelhandelsimmobilien um 0,2 Prozent. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 gingen die Büropreise um 1,5 Prozent und die Preise für Einzelhandelsimmobilien um 0,7 Prozent zurück.

Der vdp führt die schwächere Entwicklung bei Gewerbeimmobilien unter anderem auf geopolitische Unsicherheiten, gestiegene Inflationserwartungen, die Zinsentwicklung und die verhaltene Konjunktur zurück.

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