
Bonn, 8. Juli 2026 (JPD). Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme des niederländischen Fahrradherstellers Accell durch die Dutech-Gruppe aus Singapur freigegeben. Wettbewerbliche Bedenken bestehen nach Auffassung der Behörde nicht.
Dutech und Accell stellen beide herkömmliche Fahrräder sowie E-Bikes her. Zudem vertreiben sie Ersatzteile und Fahrradzubehör. Zur Dutech-Gruppe gehören unter anderem die Marken Prophete, Kreidler, vsf fahrradmanufaktur, Rex und e-bike manufaktur. Accell ist in Deutschland insbesondere durch Marken wie Haibike, GHOST, WINORA, Batavus, SPARTA, KOGA, Lapierre und Raleigh sowie durch Lastenräder der Marken Babboe und Carqon bekannt.
Kartellamtspräsident Andreas Mundt erklärte, der Zusammenschluss löse keine wettbewerblichen Bedenken aus. Dies gelte unabhängig davon, ob man einen Gesamtmarkt für alle Fahrräder betrachte oder einzelne Segmente wie Fahrräder mit und ohne Elektromotor unterscheide. Den beiden Unternehmen stehe auch nach dem Zusammenschluss eine ausreichende Zahl wichtiger Wettbewerber gegenüber.
Nach Angaben des Bundeskartellamts sind auf dem Fahrradmarkt sowohl in Deutschland als auch europa- und weltweit zahlreiche Hersteller tätig. Zu den wichtigsten Wettbewerbern von Dutech und Accell zählt die Behörde unter anderem den US-Hersteller Trek mit Marken wie Trek, Diamant und Electra, die niederländische PON-Gruppe mit Marken wie Gazelle, Kalkhoff, FOCUS, Cannondale und Urban Arrow sowie den deutschen Hersteller CUBE.




