Frankfurt am Main, 2. Juli 2026 (JPD). Die wesentlichen Assets der insolventen Verlag Fritz Knapp GmbH sind an die Lehmanns Media GmbH, ein Unternehmen der Thalia-Gruppe, verkauft worden. Das teilte Brinkmann & Partner mit. Der Verkauf erfolgte mit wirtschaftlichem Stichtag zum 1. Juni 2026.
Die Verlag Fritz Knapp GmbH hatte am 17. Juli 2025 Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Frankfurt am Main bestellte Rechtsanwalt Dr. Jan Markus Plathner, Sanierungsexperte und Partner bei Brinkmann & Partner, zunächst zum vorläufigen Insolvenzverwalter und später zum Insolvenzverwalter.
Bei Übernahme des Verfahrens war der Geschäftsbetrieb nach Angaben der Kanzlei bereits weitgehend eingestellt, den Beschäftigten war gekündigt worden. Gemeinsam mit der Belegschaft nahm der Insolvenzverwalter den Verlagsbetrieb kurzfristig wieder auf und führte ihn über mehrere Monate fort. Parallel wurden Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt und ein strukturierter Investorenprozess eingeleitet.
Durch die Übernahme werden fünf Fachzeitschriften für den Bankensektor fortgeführt: die „Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen“, „Karten“, „FLF – Finanzierung/Leasing/Factoring“, „bank und markt“ sowie „Immobilien & Finanzierung“. Ebenfalls übertragen wurden die zugehörigen Marken-, Verlags- und Veranstaltungsrechte. Nach Angaben von Brinkmann & Partner konnten zugleich 90 Prozent der Arbeitsplätze gesichert werden.
Plathner bezeichnete den Fall als Beispiel dafür, dass sich eine konsequente Betriebsfortführung auch dann lohnen könne, wenn ein Geschäftsbetrieb zunächst bereits eingestellt gewesen sei. Gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei es gelungen, den Verlagsbetrieb wieder aufzunehmen und zu stabilisieren. Dadurch seien die Voraussetzungen für eine Investorenlösung geschaffen worden.






