Pflegeausbildung legt 2025 erneut deutlich zu

Wiesbaden, 2. Juli 2026 (JPD) Die Pflegeausbildung in Deutschland gewinnt weiter an Zulauf. Im Jahr 2025 haben rund 63.900 Auszubildende einen neuen Vertrag zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann abgeschlossen. Das waren acht Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Damit stieg die Zahl der neuen Pflegeausbildungsverträge zum dritten Mal in Folge. Nach 52.100 Neuverträgen im Jahr 2022 waren es 2023 bereits 54.400 und 2024 rund 59.400. Insgesamt befanden sich Ende 2025 knapp 157.200 Menschen in der Pflegeausbildung, sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Auch die Zahl der erfolgreichen Abschlüsse bleibt hoch. Rund 35.300 Personen bestanden 2025 ihre Prüfung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. Spezialisierte Abschlüsse mit Schwerpunkt Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder Altenpflege spielten dagegen kaum eine Rolle: Nur etwa 1,2 Prozent der Absolventinnen und Absolventen wählten einen solchen Abschluss.

Frauen stellen weiterhin die deutliche Mehrheit der neuen Pflegeauszubildenden. Von den Neuverträgen entfielen 45.500 auf Frauen und 18.500 auf Männer. Der Männeranteil stieg damit seit Einführung der neuen Ausbildungsform von 24 Prozent im Jahr 2020 auf 29 Prozent im Jahr 2025.

Verändert hat sich auch die Altersstruktur. Der Anteil der 22- bis 29-Jährigen mit neuem Ausbildungsvertrag stieg seit 2020 von 24 auf 31 Prozent. Weiterhin beginnen jedoch vor allem jüngere Menschen eine Pflegeausbildung: 51 Prozent der Neuverträge entfielen 2025 auf Personen im Alter von 21 Jahren oder jünger. Das Durchschnittsalter lag bei 24 Jahren.

Das Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz bleibt im Vergleich zur beruflichen Ausbildung klein, wächst aber ebenfalls. Knapp 800 Studierende begannen 2025 ein solches Studium, rund acht Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren Ende 2025 etwa 1.800 Studierende eingeschrieben. Das seit 2024 vergütete und finanzierte Pflegestudium führt ebenfalls zur Berufsbezeichnung Pflegefachfrau oder Pflegefachmann und zusätzlich zum Bachelorabschluss.

Der praktische Teil von Ausbildung und Studium findet weiterhin überwiegend im Krankenhaus statt. Bei den Pflegeauszubildenden mit Neuvertrag absolvierte etwa die Hälfte den praktischen Teil im Krankenhaus, 36 Prozent in stationären und zwölf Prozent in ambulanten Pflegeeinrichtungen. Bei Pflegestudierenden lag der Krankenhausanteil sogar bei 92 Prozent.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner