Luther eröffnet eigenen Standort in Kyjiw

Berlin/Kyjiw, 1. Juli 2026 (JPD). Die Luther Rechtsanwaltsgesellschaft eröffnet einen eigenen Standort in Kyjiw. Zum 1. Juli 2026 wird der seit Januar 2023 bestehende Ukraine Desk der Kanzlei offiziell zum Standort erhoben. Geleitet wird das neue Büro von Dr. Andreas Knaul, der bereits den Ukraine Desk aufgebaut und geführt hat.

Mit dem Büro in der ukrainischen Hauptstadt stärkt Luther seine internationale Präsenz. Die Kanzlei will Mandanten künftig noch unmittelbarer bei ihren Aktivitäten in der Ukraine begleiten. Mit Kyjiw verfügt Luther nach eigenen Angaben nun über zwölf Auslandsstandorte und insgesamt 22 Standorte weltweit.

Knaul erklärte, Luther gehe mit dem Standort in Kyjiw bewusst voraus. Die Kanzlei stehe an der Seite von Mandanten, die sich auch in schwierigen Zeiten in der Ukraine engagierten. Mit Blick auf einen künftigen Waffenstillstand oder Friedensschluss erwarte Luther erhebliches wirtschaftliches Wachstum vor Ort. Darauf bereite sich die Kanzlei vor, um ihre Beratungsleistungen bei steigender Nachfrage schnell und verlässlich ausbauen zu können.

Der neue Standort knüpft an die seit April 2025 bestehende Präsenz in Kyjiw an. Seit Gründung des Ukraine Desks im Januar 2023 in Berlin hat Luther nach eigenen Angaben zahlreiche mittelständische Unternehmen beim Markteintritt in der Ukraine sowie bei öffentlichen Vergabeverfahren beraten. Das Team besteht aus deutschen und ukrainischen Juristinnen und Juristen, die sowohl aus Deutschland als auch vor Ort in Kyjiw tätig sind.

Die Beratung richtet sich insbesondere an Bestandsmandanten der Kanzlei, die bereits seit Jahren mit Luther zusammenarbeiten und sich in der Ukraine engagieren oder dort neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen wollen. Zugleich soll die Präsenz vor Ort auch für neue Mandanten an Bedeutung gewinnen.

Besonders gefragt ist nach Angaben der Kanzlei derzeit Beratung in regulierten Sektoren wie Healthcare & Life Science sowie im Defence-Bereich. Hier soll insbesondere die Expertise der Luther Taskforce Defence zum Einsatz kommen. Unternehmen benötigten Unterstützung bei Investitionen, Markteintritt, regulatorischen Fragen, Vertragsgestaltung, Compliance, Beschaffung, Lieferketten und weiteren wirtschaftsrechtlichen Themen.

Mit der Eröffnung des Standorts bekennt sich Luther nach eigener Darstellung zugleich zur Unabhängigkeit und wirtschaftlichen Zukunft der Ukraine. Die Kanzlei will Mandanten rechtlich begleiten und zugleich einen Beitrag zur Unterstützung des Landes leisten.

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