
Berlin, 20. April 2026 (JPD) Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen einen 25-jährigen Polizeibeamten des Bundeskriminalamts wegen versuchten Betrugs im besonders schweren Fall erhoben. Der Angeschuldigte soll sich eine Zugfahrt unter Vortäuschung eines dienstlichen Einsatzes erschlichen haben. Über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheidet das Amtsgericht Tiergarten.
Täuschung über angebliche Observation im ICE
Nach den Ermittlungen soll der Beamte am 7. Mai 2025 am Berliner Ostbahnhof in einen ICE in Richtung Basel eingestiegen sein. Gegenüber dem Zugführer habe er seinen Dienstausweis vorgezeigt und angegeben, im Rahmen einer Observation gemeinsam mit einem Kollegen unterwegs zu sein. Tatsächlich habe keine entsprechende dienstliche Beauftragung bestanden.
Im Verlauf der Fahrt soll der Angeschuldigte überwiegend einen Film auf seinem Mobiltelefon angesehen haben. Da auch der angekündigte Kollege nicht zustieg, informierte der Zugführer die Bundespolizei. In Hannover musste der Beamte den Fahrpreis in Höhe von 69,99 Euro nachentrichten.
Die Staatsanwaltschaft bewertet das Verhalten als versuchten Betrug im besonders schweren Fall. Das Amtsgericht Tiergarten hat nun über die Zulassung der Anklage zu entscheiden.





