Bundeskartellamt genehmigt Joint Venture von Rheinmetall und OHB für Bundeswehr-Satelliten

Bonn, 16. April 2026 (JPD) Das Bundeskartellamt hat die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zwischen der Rheinmetall Digital GmbH und der OHB SE genehmigt. Das Vorhaben dient der Vorbereitung eines künftigen Beschaffungsauftrags der Bundeswehr im Bereich der militärischen Satellitenkommunikation. Nach Angaben der Behörde bestehen gegen das Projekt keine wettbewerblichen Bedenken.

Das geplante Joint Venture soll als Systemintegrator und Hauptauftragnehmer auftreten. Es soll die Erweiterung der militärischen Satellitenkommunikation technisch umsetzen und verschiedene Systemkomponenten bündeln. Rheinmetall Digital gehört zur Rheinmetall AG und ist auf digitale Systeme, Integration und Bereitstellung entsprechender Anwendungen spezialisiert.

Satellitenkommunikation für die Bundeswehr im Fokus des Joint Ventures

OHB ist ein Raumfahrt- und Technologieunternehmen, das insbesondere Raumfahrtsysteme entwickelt. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll OHB das Weltraum- und Bodensegment verantworten, darunter die Produktion der Satelliten sowie den Aufbau von Bodenstationen. Rheinmetall Digital übernimmt nach Angaben der Unternehmen das Nutzer- und Netzwerksegment, einschließlich der Endnutzendenterminals.

Nach Einschätzung des Bundeskartellamts sind die beteiligten Unternehmen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern tätig. Sie bündelten ihre jeweiligen Kompetenzen, um gemeinsam ein Angebot im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft abzugeben. Wettbewerbliche Überschneidungen oder Bedenken ergäben sich daraus nicht, erklärte Behördenpräsident Andreas Mundt.

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