Hessen verschärft Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes und digitale Gewalt

Wiesbaden, 26. März 2026 (JPD) Die Hessische Landesregierung verstärkt den Kampf gegen sexualisierte Deepfakes und digitale Gewalt. Innenminister Roman Poseck und Justizminister Christian Heinz kündigten gemeinsam mit LKA-Präsident Daniel Muth und ZIT-Leiter Benjamin Krause neue Maßnahmen an, um die Polizei zu stärken, Opferschutz auszubauen und Prävention sowie technische Aufklärung zu verbessern. Ziel ist es, Tätern schneller zu begegnen und Betroffene wirksamer zu unterstützen.

Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes

Das Hessische Landeskriminalamt richtet zum 1. April eine zentrale Ansprechstelle für Deepfakes ein, die die landesweite polizeiliche Bearbeitung koordiniert und ein Lagebild erstellt. Die Einheit zur Bekämpfung digitaler Gewalt bei der ZIT sorgt für den Austausch zwischen Polizei und Justiz. Polizeiliches Fachwissen wird ausgebaut, Ermittler geschult und moderne Detektionstechniken implementiert. Die Präventionsarbeit wird durch ein landesweites Kompetenznetzwerk „Deepfake“ und die Erweiterung bestehender Programme wie „Digital Natives“ und das Netzwerk gegen Gewalt gestärkt.

Die Staatsanwaltschaften werden durch eine neue Einheit „Digitale Gewalt“ und eine Beauftragte für Straftaten mit frauenfeindlichem Hintergrund unterstützt. Beide Stellen sollen Expertise aufbauen, Verfahren koordinieren und den Wissensaustausch innerhalb der Staatsanwaltschaften fördern. Ziel ist es, sexuelle Belästigung und andere digitale Gewalttaten konsequent zu verfolgen. Zudem strebt die Landesregierung die Einführung einer dreimonatigen IP-Adressdatenspeicherung an, um Tatverdächtige schneller identifizieren zu können.

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