
München, 25. März 2026 (JPD) Nach mehreren schweren Vorfällen warnt das Bayerische Landeskriminalamt vor dem Konsum von Vapes, die mit synthetischen Opioiden versetzt sind. Innerhalb von weniger als einem Monat wurden in Oberbayern und der Oberpfalz zwei Todesfälle sowie zwei Intoxikationen bekannt, von denen eine lebensbedrohlich verlief. Nach bisherigen Ermittlungen stand der Konsum von E-Zigaretten mit dem synthetischen Opioid Etodezitramid in Zusammenhang.
Den Angaben zufolge konsumierten die Betroffenen das Opioid gemeinsam mit weiteren psychoaktiven Substanzen über Vapes. In einem Fall war eine Reanimation erforderlich. Etodezitramid gehört zur Gruppe synthetischer Opioide, die aufgrund ihrer hohen Wirkstärke ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen.
LKA warnt vor unkontrollierbaren Risiken synthetischer Opioide
Synthetische Opioide dieser Art werden häufig als sogenannte „Research Chemicals“ vertrieben und gelangen vielfach aus dem Ausland auf den Markt. Ihre Wirkung ähnelt der hochpotenter Substanzen wie Fentanylen oder Nitazenen. Bereits geringe Mengen können zu schweren Vergiftungen führen.
Besonders gefährlich ist nach Einschätzung der Ermittler die Kombination mit anderen dämpfenden Stoffen wie Benzodiazepinen, Alkohol oder GBL. Die Wechselwirkungen gelten als kaum kalkulierbar und können insbesondere durch Atemdepression lebensbedrohlich sein. Gesicherte Erkenntnisse zu Dosierung und Wirkung liegen bislang nicht vor.
Das Landeskriminalamt rät daher eindringlich vom Konsum entsprechender Substanzen, insbesondere über Vapes, ab.






