Brandenburg verzeichnet Rückgang der Gesamtkriminalität bei stabiler Aufklärungsquote

Potsdam, 23. März 2026 (JPD) Die Zahl der polizeilich erfassten Straftaten in Brandenburg ist im Jahr 2025 erneut gesunken. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden 166.508 Fälle registriert, ein Rückgang um 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ohne ausländerrechtliche Verstöße wurde mit 151.124 Fällen ein historischer Tiefstand erreicht. Die Aufklärungsquote lag mit 57,7 Prozent leicht unter dem Vorjahreswert.

Ein wesentlicher Anteil entfällt weiterhin auf Diebstahlsdelikte, die rund ein Drittel der Gesamtkriminalität ausmachen. Deren Zahl ging um 4,5 Prozent auf 50.612 Fälle zurück und näherte sich damit dem bisherigen Tiefstand. Besonders deutlich sanken Auto- und Fahrraddiebstähle, während Wohnungseinbrüche um 23,7 Prozent auf 3.164 Fälle zunahmen. Ein Großteil dieser Delikte konzentriert sich auf den Berliner Ballungsraum.

Gewaltkriminalität und besondere Deliktbereiche im Fokus

Die Gewaltkriminalität stieg leicht um zwei Prozent auf 5.443 Fälle und bleibt damit auf hohem Niveau. Häufigster Tatort ist die Wohnung, zugleich ging die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt um 5,2 Prozent zurück. Auch Opferdelikte an Schulen nahmen leicht ab, während die Zahl der Tatverdächtigen geringfügig zunahm. Mehr als jedes zehnte Opfer ist eine Lehrkraft.

Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung erhöhten sich deutlich um 18,5 Prozent auf 3.344 Fälle. Der Anstieg ist vor allem auf Delikte im Zusammenhang mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten zurückzuführen, wobei in mehr als der Hälfte der Fälle minderjährige Tatverdächtige erfasst wurden. Rückläufig war hingegen die Rauschgiftkriminalität, die um 38,5 Prozent sank, während die Zahl der Drogentoten leicht auf 19 anstieg.

Die Zahl der ausländerrechtlichen Verstöße ging um 22,8 Prozent zurück, blieb jedoch auf hohem Niveau bei zugleich sehr hoher Aufklärungsquote. Gewalttaten gegen Polizeibeamte nahmen nach einem Höchststand im Vorjahr ab, bewegen sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Angriffe auf Feuerwehr- und Rettungskräfte erreichten mit 73 Fällen einen neuen Höchstwert.

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