
Wiesbaden, 22. Mai 2026 (JPD) Die deutschen Amtsgerichte haben im Februar 2026 nach vorläufigen Ergebnissen 2.053 beantragte Unternehmensinsolvenzen registriert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, entsprach dies einem Rückgang um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Insolvenzanträge erst nach der ersten gerichtlichen Entscheidung statistisch erfasst werden und der eigentliche Antrag häufig rund drei Monate früher gestellt wurde. Für Rheinland-Pfalz lagen im Februar 2026 keine Daten vor; in die Bundesberechnung flossen deshalb die Vorjahreswerte ein.
Die Forderungen der Gläubiger aus den gemeldeten Unternehmensinsolvenzen beliefen sich auf rund 2,5 Milliarden Euro. Im Februar 2025 hatten die Amtsgerichte noch Forderungen von rund 9,0 Milliarden Euro verzeichnet.
Verkehr und Lagerei mit höchster Insolvenzhäufigkeit
Bezogen auf 10.000 Unternehmen wurden im Februar 2026 bundesweit 5,8 Unternehmensinsolvenzen registriert. Die höchste Insolvenzhäufigkeit entfiel auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 11,1 Fällen je 10.000 Unternehmen. Es folgten das Gastgewerbe mit 9,7 Fällen sowie das Baugewerbe mit 8,8 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen.
Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg unterdessen leicht an. Im Januar 2026 registrierten die Amtsgerichte 6.112 Verbraucherinsolvenzen und damit 0,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.




