
Bonn, 16. April 2026 (JPD) Das Bundeskartellamt hat die Übernahme der Aschendorff-Verlagsgruppe durch die Rheinische Post Mediengruppe freigegeben. Beide Unternehmen sind vor allem im Bereich regionaler Tageszeitungen sowie im lokalen Rundfunk tätig. Mit der Entscheidung kann die Düsseldorfer Mediengruppe die in Münster ansässige Westfälische Medien Holding AG vollständig übernehmen.
Zum Portfolio der Aschendorff-Gruppe gehören unter anderem die „Westfälischen Nachrichten“, die „Münstersche Zeitung“ im Münsterland sowie das „Westfalen-Blatt“ in Ostwestfalen-Lippe. Die Rheinische Post Mediengruppe gibt neben der „Rheinischen Post“ auch den „General-Anzeiger“ in Bonn, den „Trierischen Volksfreund“, die „Saarbrücker Zeitung“ und den „Pfälzer Merkur“ heraus.
Bundeskartellamt verneint Wettbewerbsbedenken
Nach Einschätzung der Behörde bestehen keine wettbewerblichen Bedenken gegen den Zusammenschluss. Die Verbreitungsgebiete der beteiligten Verlage überschneiden sich nicht, sodass weder auf den Lesermärkten noch auf den Anzeigenmärkten ein unmittelbarer Wettbewerb vorliegt. Entsprechend seien keine negativen Auswirkungen auf die Marktstruktur zu erwarten.
Das Bundeskartellamt prüft bei Zusammenschlüssen im Pressebereich insbesondere die Auswirkungen auf Leser- und Anzeigenmärkte. Maßgeblich ist dabei, ob für Leserinnen und Leser sowie Werbekunden ausreichende Ausweichmöglichkeiten bestehen. Die Sicherung der Meinungsvielfalt gehört hingegen nicht zu den kartellrechtlichen Prüfkriterien.


