
München, 6. Mai 2026 (JPD) Nach Einschätzung des ADAC geben Mineralölunternehmen den seit dem 1. Mai geltenden Tankrabatt nicht vollständig an Verbraucher weiter. Die Kraftstoffpreise seien zwar gesunken, blieben aber deutlich hinter der vorgesehenen Steuerentlastung zurück.
Tankrabatt nur teilweise an Autofahrer weitergegeben
Nach einer aktuellen ADAC-Auswertung sank der Preis für Super E10 innerhalb einer Woche um 7,8 Cent auf durchschnittlich 2,025 Euro je Liter. Diesel verbilligte sich um 10,5 Cent auf 2,095 Euro. Die Energiesteuersenkung, mit der stark gestiegene Preise infolge des Ukraine-Kriegs abgefedert werden sollen, beträgt jedoch rund 17 Cent je Liter.
Der ADAC verweist darauf, dass sich der Ölpreis der Sorte Brent mit rund 110 US-Dollar je Barrel sowie der Euro-Dollar-Kurs nahezu auf dem Niveau von Ende April bewegen. Trotz vergleichbarer Rahmenbedingungen seien die Kraftstoffpreise nicht im Umfang der Steuerentlastung gesunken. Statt der erwarteten rund 17 Cent betrage der Rückgang lediglich etwa 10 Cent bei Super E10 und rund 10 bis 12 Cent bei Diesel.
Das Argument, Tankstellen hätten noch vor der Senkung höher besteuerten Kraftstoff eingekauft, sei fünf Tage nach Beginn der Maßnahme nicht mehr tragfähig, so der ADAC. Daraus folgert der Verband, dass ein Teil des Tankrabatts von den Mineralölunternehmen einbehalten werde, anstatt vollständig an die Verbraucher weiterzugeben.





