Energiepreise steigen deutlich: Kraftstoffe im März 2026 um 20 Prozent teurer

Wiesbaden, 7. Mai 2026 (JPD) Die Preise für Kraftstoffe und Heizöl in Deutschland sind im März 2026 deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, verteuerten sich Kraftstoffe im Vergleich zum Vorjahresmonat um durchschnittlich 20,0 Prozent. Superbenzin kostete 17,3 Prozent mehr, Diesel 29,7 Prozent. Besonders stark fiel der Anstieg bei leichtem Heizöl aus, das sich binnen Jahresfrist um 44,4 Prozent verteuerte.

Nach Angaben der Behörde liegen die aktuellen Preissteigerungen teilweise auf einem Niveau, wie es zuletzt während früherer Öl- und Wirtschaftskrisen beobachtet wurde. Im Vergleich zu den unmittelbaren Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine im Jahr 2022 fallen die Ausschläge jedoch geringer aus. Damals waren Kraftstoffe um 46,8 Prozent und leichtes Heizöl um 144,4 Prozent teurer als im jeweiligen Vorjahresmonat.

Importpreise für Erdöl und Mineralölprodukte ziehen kräftig an

Auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen zeigte sich im März 2026 ein uneinheitliches Bild. Die Erzeugerpreise für Mineralölerzeugnisse stiegen gegenüber März 2025 um 18,3 Prozent. Dagegen lagen die Preise für Erdöl um 10,2 Prozent und für Erdgas um 19,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Februar 2026 verteuerten sich Erdöl und Erdgas jedoch deutlich um 14,8 beziehungsweise 8,8 Prozent.

Auch bei den Importpreisen registrierte Destatis kräftige Aufschläge. Erdölimporte waren 24,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, Mineralölerzeugnisse verteuerten sich um 48,6 Prozent. Die Importpreise für Erdgas lagen dagegen 8,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vormonat stiegen jedoch die Preise für importiertes Erdöl, Mineralölerzeugnisse und Erdgas deutlich an.

Destatis verweist darauf, dass die aktuellen Entwicklungen insbesondere durch die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten beeinflusst werden. Wegen des bereits hohen Ausgangsniveaus bei Energiepreisen seien die Auswirkungen jedoch weniger stark ausgeprägt als zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Vergleichbare Entwicklungen habe es zuvor vor allem während der Ölkrisen der 1970er Jahre sowie während der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegeben.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner