Insolvenz in Eigenverwaltung: 1.120 Arbeitsplätze bei ROFU bleiben erhalten

München, 28. April 2026 (JPD) PLUTA Management hat den Investorenprozess für die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH erfolgreich abgeschlossen. Der Spielwarenhändler befindet sich seit Mitte Januar 2026 in Eigenverwaltung und hat eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH geschlossen. Ziel der Transaktion ist die Fortführung eines Großteils der Standorte sowie der Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze.

Investorenlösung für ROFU Kinderland in Eigenverwaltung

Die PLUTA Management GmbH verantwortete den gesamten M&A-Prozess von der Investorensuche bis zum Vertragsabschluss. Die Investorenlösung wurde innerhalb von rund drei Monaten strukturiert und umgesetzt. Nach Unternehmensangaben unterstreicht das Verfahren die Erfahrung des Teams insbesondere in Sanierungs- und Distressed-Transaktionen.

Im Transaktionsteam waren unter anderem Marcus Katholing als Geschäftsführer sowie Luca Reifenberg als Projektleiter tätig. Katholing, der zugleich als Sanierungsgeschäftsführer fungiert, erklärte, die Gespräche mit dem Investor seien konstruktiv verlaufen und hätten zügig zu einer Einigung geführt. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sei damit eine tragfähige Lösung erreicht worden.

Die Investorenvereinbarung wurde bereits notariell beurkundet und soll im Rahmen eines Insolvenzplans umgesetzt werden. Dieser sieht eine Abstimmung mit den Gläubigern vor. Nach mehrheitlicher Zustimmung kann die Transaktion vollzogen und das Verfahren aufgehoben werden. Ein Abschluss des Verfahrens und die Rückkehr in die Eigenständigkeit werden für August 2026 angestrebt.

Die Sachwalterin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen begleitet das Verfahren im Interesse der Gläubiger. Sie bewertete den M&A-Prozess trotz enger Zeitvorgaben und schwieriger Rahmenbedingungen als erfolgreich und hob die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor.

Die Investorenlösung sieht die Fortführung von 77 der insgesamt 104 Filialen vor. Rund 1.035 Beschäftigte in den Filialen sowie mehr als 80 Mitarbeitende in der Zentrale sollen übernommen werden. Insgesamt bleiben damit etwa 1.120 Arbeitsplätze erhalten.

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