
Wiesbaden, 21. April 2026 (JPD) Die Berufswahl in der dualen Ausbildung in Deutschland bleibt stark geschlechtsspezifisch geprägt. Im Jahr 2024 entschieden sich 9,4 Prozent der weiblichen Auszubildenden für den Beruf der Medizinischen Fachangestellten und damit am häufigsten für diesen Ausbildungsweg. Bei den männlichen Auszubildenden lag der Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers mit einem Anteil von 7,5 Prozent an der Spitze, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Auf den weiteren Plätzen folgten bei Frauen die Kauffrau für Büromanagement mit 8,8 Prozent sowie die Zahnmedizinische Fachangestellte mit 7,5 Prozent. Bei Männern belegten der Fachinformatiker mit 5,0 Prozent und der Elektroniker mit 4,6 Prozent die nächsten Ränge. Anlass der Veröffentlichung ist der bundesweite Girls’ Day und Boys’ Day am 23. April, der Einblicke in jeweils unterrepräsentierte Berufe ermöglichen soll.
Duale Ausbildung weiterhin von Männern dominiert
Insgesamt wurden im Jahr 2024 rund 475.100 neue Ausbildungsverträge im dualen System abgeschlossen. Davon entfielen knapp zwei Drittel auf Männer, deren Anteil bei 63,8 Prozent lag. Die Daten unterstreichen die anhaltenden Unterschiede in der Berufswahl sowie die ungleiche Verteilung zwischen den Geschlechtern im Ausbildungssystem.






