Mehr Unternehmensinsolvenzen im Januar 2026

Wiesbaden, 14. April 2026 (JPD) Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im Januar 2026 gestiegen. Nach Angaben des Statistisches Bundesamt registrierten die Amtsgerichte 1.919 beantragte Verfahren, ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Statistik erfasst Insolvenzanträge erst nach der ersten gerichtlichen Entscheidung, sodass der tatsächliche Antrag häufig rund drei Monate früher erfolgt.

Unterschiede bei Forderungen und Branchen

Die von den Gerichten gemeldeten Gläubigerforderungen beliefen sich auf etwa 3,1 Milliarden Euro und lagen damit deutlich unter dem Vorjahreswert von rund 5,3 Milliarden Euro. Der Rückgang wird darauf zurückgeführt, dass weniger wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz anmeldeten. Bezogen auf 10.000 Unternehmen lag die Insolvenzhäufigkeit bei 5,4 Fällen.

Am stärksten betroffen war das Gastgewerbe mit 9,1 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Es folgten die Bereiche Verkehr und Lagerei mit 8,6 sowie das Baugewerbe mit 7,8 Fällen. Parallel dazu sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen leicht.

Im Januar 2026 wurden 6.142 Verbraucherinsolvenzen registriert. Das entspricht einem Rückgang um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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