Geburtenstatistik: Erstes und zweites Kind rücken zeitlich näher zusammen

Wiesbaden, 7. April 2026 (JPD) Der zeitliche Abstand zwischen Geburten von Geschwistern in Deutschland hat sich leicht verringert. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lag der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Kind derselben Mutter im Jahr 2024 im Median bei 3,1 Jahren, nach 3,3 Jahren im Jahr 2014. Die Daten wurden anlässlich des Tags der Geschwister am 10. April veröffentlicht. Grundlage ist die Auswertung amtlicher Geburtenstatistiken.

Regionale Unterschiede und stabile Abstände bei weiteren Geburten

Bei weiteren Kindern bleibt der zeitliche Abstand höher. Zwischen zweitem und drittem Kind betrug er im Jahr 2024 im Median 3,8 Jahre, zwischen drittem und viertem Kind 3,6 Jahre. Gegenüber 2014 haben sich diese Werte kaum verändert. Damit zeigt sich eine weitgehend stabile Entwicklung bei Mehrkindfamilien.

Deutliche Unterschiede bestehen weiterhin zwischen Ost- und Westdeutschland. In den ostdeutschen Flächenländern lag der Abstand zwischen erstem und zweitem Kind im Jahr 2024 bei 3,8 Jahren, während er in Westdeutschland 3,0 Jahre betrug. Auch zwischen zweitem und drittem Kind waren die Abstände im Osten mit 4,4 Jahren größer als im Westen mit 3,7 Jahren. Als möglicher Faktor gilt das niedrigere Durchschnittsalter von Müttern bei der ersten Geburt in Ostdeutschland. Die Ergebnisse verdeutlichen regionale Unterschiede im Geburtenverhalten in Deutschland.

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