Forschungsausgaben erreichen 2024 Rekordniveau von 3,17 Prozent des BIP

Wiesbaden, 27. März 2026 (JPD) Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland sind im Jahr 2024 auf 137,1 Milliarden Euro gestiegen. Das entspricht einem Plus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistisches Bundesamt mitteilte. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich auf 3,17 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit 1995. Das Ziel der EU-Strategie Europa 2020 von mindestens drei Prozent wurde erneut übertroffen, das nationale Ziel von 3,5 Prozent bis 2025 jedoch noch nicht erreicht.

Forschungsausgaben: Wirtschaft trägt Hauptanteil, öffentliche Einrichtungen legen zu

Den größten Anteil der Ausgaben trug weiterhin die Wirtschaft mit 92,5 Milliarden Euro und damit mehr als zwei Dritteln des Gesamtvolumens. Die Unternehmen steigerten ihre Investitionen um 2,3 Prozent. Hochschulen erhöhten ihre Ausgaben um 4,7 Prozent auf 24,1 Milliarden Euro. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen verzeichneten mit 20,4 Milliarden Euro ein überdurchschnittliches Wachstum von 10,1 Prozent.

Innerhalb dieser Einrichtungen entfiel der größte Anteil auf Naturwissenschaften und Mathematik mit 39,9 Prozent der Ausgaben. Besonders stark wuchsen die Investitionen in Physik und Astronomie, die vor allem durch hohe Ausgaben einer Großforschungseinrichtung geprägt waren. Auch gemeinsam von Bund und Ländern geförderte Einrichtungen, darunter Institute der Max-Planck-Gesellschaft und der Fraunhofer-Gesellschaft, erhöhten ihre Ausgaben deutlich.

Die Beschäftigtenzahlen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen nahmen weiter zu. Die Zahl der wissenschaftlichen Vollzeitkräfte stieg um 2,1 Prozent auf 67.200. Der Frauenanteil erhöhte sich auf 36,7 Prozent, blieb damit aber unterhalb der Parität. Insgesamt lag der Anteil von Frauen im Bereich Forschung und Entwicklung bei 42,2 Prozent.

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