
Wiesbaden, 20. März 2026 (JPD) Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte in Deutschland sind im Februar 2026 erneut gesunken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen sie um 3,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Gegenüber Januar 2026 gingen die Preise um 0,5 Prozent zurück. Hauptursache für den Rückgang waren erneut deutlich niedrigere Energiepreise.
Energiepreise prägen Entwicklung der Erzeugerpreise
Energie verbilligte sich im Februar 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat um 12,5 Prozent und gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent. Besonders stark wirkten sich gesunkene Erdgaspreise aus, die über alle Abnehmergruppen hinweg um 14,3 Prozent zurückgingen. Auch Strom war mit einem Minus von 13,4 Prozent deutlich günstiger, während Fernwärme nur leicht nachgab. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich im Jahresvergleich um 7,0 Prozent, stiegen jedoch gegenüber Januar leicht an.
Ohne Berücksichtigung von Energie erhöhten sich die Erzeugerpreise hingegen um 1,0 Prozent gegenüber Februar 2025 und um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat. Investitionsgüter verteuerten sich binnen Jahresfrist um 1,7 Prozent, Gebrauchsgüter um 2,0 Prozent. Vorleistungsgüter lagen um 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, insbesondere infolge höherer Metallpreise.
Verbrauchsgüter waren dagegen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent günstiger. Nahrungsmittelpreise sanken insgesamt um 1,9 Prozent, wobei insbesondere Butter und Schweinefleisch deutlich billiger wurden. Demgegenüber verteuerten sich unter anderem Rindfleisch und Kaffee erheblich. Die Preisentwicklung im Februar blieb laut Destatis unbeeinflusst von den seit dem 28. Februar 2026 eskalierenden Kriegshandlungen im Nahen Osten.



