Bayern verzeichnet 2025 niedrigste Kriminalitätsbelastung seit 1978 – Aufklärungsquote steigt

München, 16. März 2026 (JPD) Die Kriminalitätsbelastung in Bayern ist 2025 erneut gesunken und erreicht das seit 1978 niedrigste Niveau, teilte Innenminister Joachim Herrmann in München mit. Die Bayerische Polizei registrierte 4.094 Straftaten pro 100.000 Einwohner, ein Rückgang um 4,8 Prozent gegenüber 2024. Die Aufklärungsquote stieg auf 66 Prozent. Herrmann betonte, dass die Sicherheitsstrategie wirke, gleichzeitig will die Polizei ihre Maßnahmen zur Prävention weiter ausbauen.

Rückgang von Gewalt- und Rauschgiftkriminalität

Die Gewaltkriminalität ging um 4,5 Prozent auf 21.667 Fälle zurück, davon 79 Prozent gefährliche oder schwere Körperverletzungen. Herrmann nannte Brennpunkte wie Bahnhöfe und Innenstädte, wo verstärkte Fußstreifen, Drogenspürhunde, Verbotszonen und Einsätze geschlossener Einheiten eingesetzt werden. Die polizeiliche Videoüberwachung an 17 dauerhaft überwachten Standorten soll ausgebaut werden.

Die Rauschgiftkriminalität sank um 27 Prozent auf 22.631 Fälle. Herrmann führte dies unter anderem auf die Änderungen im Cannabisrecht zurück, wies aber auf zusätzliche Kontrollaufgaben für die Polizei hin und forderte eine Anpassung der Gesetzeslage.

Nichtdeutsche Tatverdächtige und Wohnungseinbruch

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger stieg auf 41,7 Prozent. Herrmann betonte, dass Straftäter ohne Bleiberecht konsequent zurückgeführt werden müssten. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg um 5,6 Prozent auf 3.806 Fälle, blieb jedoch unter dem Vor-Corona-Niveau. Über die Hälfte der ermittelten Täter waren nichtdeutsche Tatverdächtige, häufig aus Mittel- und Osteuropa. Die Aufklärungsquote für Einbrüche stieg auf 23,1 Prozent.

Cyberkriminalität und Polizeistellen

Im Internet begangene Straftaten gingen um 3.088 Fälle auf 41.829 Delikte zurück, etwa 60 Prozent konnten aufgeklärt werden. Herrmann verwies auf eine hohe Dunkelziffer. Die Bayerische Polizei wurde seit 2008 um fast 8.700 Stellen verstärkt und erreicht 2025 mit über 45.700 Beschäftigten einen Höchststand. Weitere 200 Stellen werden 2027 geschaffen.

Herrmann hob hervor, dass die Kombination aus personeller Stärke, Prävention und gezielten Einsätzen entscheidend für die Sicherheit im Freistaat sei.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner