
Mainz, 4. März 2026 (JPD) ARD und ZDF setzen die Vorgaben des Reformstaatsvertrags um und richten ihre Zusammenarbeit neu aus. Künftig bündeln die öffentlich-rechtlichen Sender ausgewählte Angebote stärker und legen einen Schwerpunkt auf digitale Formate sowie jüngere Zielgruppen. Grundlage ist der 7. Medienänderungsstaatsvertrag, der eine Reduzierung linearer Kanäle vorsieht und gemeinsame Veranstaltungsmodelle verlangt.
Reformstaatsvertrag: Reduzierung linearer Kanäle und neue Gemeinschaftsangebote
Ab dem 31. Dezember 2026 werden die linearen Programme ARD alpha, tagesschau24 und ONE eingestellt. Ab Januar 2027 besteht das gemeinsame Portfolio neben arte aus 3sat, KiKA, funk sowie den neu strukturierten Marken „phoenix“, „neo“ und „info“, die künftig als Gemeinschaftsangebote von ARD und ZDF geführt werden. „phoenix“ bündelt Informations- und Parlamentsberichterstattung, „neo“ richtet sich an junge Erwachsene, „info“ ist als Dokumentationskanal konzipiert.
ARD und ZDF betonen, die digitale Mediennutzung präge zunehmend das Publikumsverhalten. Ziel sei es, starke Angebotsmarken im Digitalen zu etablieren und zugleich die bestehende lineare Reichweite für Sichtbarkeit und Distribution zu nutzen. In den kommenden Monaten sollen gemeinsame Arbeitsgruppen Programmplanung, Abstimmungsprozesse und organisatorische Abläufe bis zum Sendestart der neuen Struktur am 1. Januar 2027 ausarbeiten.




