
Wiesbaden, 24. Februar 2026 (JPD) In Deutschland arbeitet inzwischen rund jede achte Ärztin und jeder achte Arzt ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Wie das Statistisches Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatten 2024 insgesamt 13 Prozent oder 64.000 der in der Human- und Zahnmedizin Tätigen keinen deutschen Pass. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei sieben Prozent oder 30.000. Unter den ausländischen Ärztinnen und Ärzten war knapp die Hälfte jünger als 35 Jahre, bei den deutschen Kolleginnen und Kollegen waren es 18 Prozent.
Zuwanderung und Anerkennung prägen die Ärzteschaft
Insgesamt arbeiteten 2024 rund 121.000 zugewanderte Medizinerinnen und Mediziner in Deutschland, was 24 Prozent der gesamten Ärzteschaft entspricht. 42 Prozent von ihnen lebten noch keine zehn Jahre im Land. Ob die Ausbildung vollständig im Ausland abgeschlossen wurde, lässt sich den Angaben zufolge nicht bestimmen.
Bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse belegte die Ärzteschaft 2024 hinter den Pflegeberufen Rang zwei. Rund 7.000 Ärztinnen und Ärzte erhielten die volle Gleichwertigkeit ihres Abschlusses, darunter 21 Prozent Deutsche und 11 Prozent syrische Staatsangehörige. In der Zahnmedizin wurden knapp 700 Abschlüsse anerkannt, am häufigsten ebenfalls bei Deutschen und Syrern.
Viele deutsche Studierende weichen für das Medizinstudium ins Ausland aus. 2023 studierten rund 2.600 Deutsche Humanmedizin in Österreich, 2024 knapp 1.900 in Ungarn. Die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in Humanmedizin stieg hierzulande binnen zehn Jahren um 30 Prozent auf 15.900 im Wintersemester 2024/2025, während sie in der Zahnmedizin nahezu konstant blieb.
Die Gesamtzahl der Ärztinnen und Ärzte erhöhte sich seit 2014 um 21 Prozent auf 497.000. Zugleich ist fast ein Drittel 55 Jahre oder älter. Trotz steigender Teilzeitquote arbeiten Medizinerinnen und Mediziner mit durchschnittlich 40,3 Wochenstunden weiterhin rund sechs Stunden mehr als Erwerbstätige insgesamt. In der Chirurgie liegen die Vollzeitwerte mit knapp 50 Wochenstunden deutlich über denen der Zahnmedizin.





