Insolvenzverfahren bei WOB-SKY eingeleitet – Sanierungslösung für Arbeitsbühnen-Spezialisten geplant

Wolfsburg/Braunschweig, 18. Mai 2026 (JPD) Für die WOB-SKY GmbH ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren eröffnet worden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Tobias Hartwig von Schultze & Braun bestellt. Ziel des Verfahrens ist der Erhalt des Unternehmens sowie der rund 15 Arbeitsplätze am Standort Wolfsburg. Der Geschäftsbetrieb im Verkauf und in der Vermietung von Arbeitsbühnen sowie Teleskop- und Gabelstaplern läuft nach Angaben der Beteiligten uneingeschränkt weiter.

Sanierungsverfahren für WOB-SKY: Investorenlösung und Insolvenzplan im Fokus

Der vorläufige Insolvenzverwalter verschaffte sich gemeinsam mit seiner Kollegin Kristin Winter unmittelbar nach dem Antrag einen Überblick über die wirtschaftliche Lage und mögliche Sanierungswege. Neben einer eigenständigen Sanierung über einen Insolvenzplan werden auch ein Einstieg von Investoren oder eine Integration in eine Unternehmensgruppe geprüft. Erste Interessenten hätten sich bereits gemeldet, weitere potenzielle Investoren würden aktiv angesprochen.

Zur Unterstützung der Investorensuche wurde die Unternehmensberatung Deloitte eingebunden. Das Unternehmen ist seit mehr als zehn Jahren am Markt aktiv und erzielt einen Jahresumsatz von rund drei Millionen Euro. Nach Angaben des Insolvenzverwalters bestehen grundsätzlich gute Chancen, den Betrieb mit einem geeigneten Partner fortzuführen und langfristig zu stabilisieren.

Der Geschäftsbetrieb sowie Schulungs- und Serviceangebote laufen unverändert weiter. Die Kundenstruktur reicht von der Region Wolfsburg über Niedersachsen bis in das gesamte Bundesgebiet. Nach Unternehmensangaben ist die Belegschaft über die Situation informiert und unterstützt die Fortführungsbemühungen, ebenso wie ein Teil der Kundschaft.

Als Ursache der wirtschaftlichen Schieflage werden die angespannte Lage im Bau- und Immobiliensektor, steigende Material- und Rohstoffkosten sowie der Fachkräftemangel genannt. Diese Faktoren hätten zu sinkender Nachfrage und höheren operativen Kosten geführt. In der Folge sei eine Liquiditätslücke entstanden, die kurzfristig nicht aus eigener Kraft geschlossen werden konnte.

Die Sanierung soll nun über Instrumente des Insolvenz- und Sanierungsrechts umgesetzt werden. Nach Angaben der Geschäftsführung sind die Löhne und Gehälter der Beschäftigten mindestens bis Ende Juni gesichert. Ziel bleibt, die eingeleiteten Maßnahmen fortzuführen und eine dauerhafte wirtschaftliche Stabilisierung des Unternehmens zu erreichen.

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