
Wiesbaden, 15. April 2026 (JPD) Der Holzeinschlag in Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden insgesamt 57,3 Millionen Kubikmeter Holz eingeschlagen, 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Hauptursache ist ein stark gesunkener Schadholzeinschlag, der sich auf 12,7 Millionen Kubikmeter halbierte und damit nur noch 22,1 Prozent des Gesamtaufkommens ausmachte.
Rückgang des Schadholzes prägt Holzeinschlag 2025
Der Rückgang beim Schadholz setzt einen seit 2020 anhaltenden Trend fort. Damals hatte das Aufkommen mit 60,1 Millionen Kubikmetern einen Höchststand erreicht. Insbesondere Insektenschäden, die weiterhin die wichtigste Ursache darstellen, gingen deutlich zurück und lagen 2025 bei 7,9 Millionen Kubikmetern. Auch Schäden durch Trockenheit sowie Winde und Stürme nahmen im Vergleich zum Vorjahr spürbar ab.
Parallel dazu verringerte sich der Einschlag von Nadelholz deutlich. In der Holzartengruppe um Fichte, Tanne und Douglasie wurden 32,4 Millionen Kubikmeter eingeschlagen, ein Rückgang um 14,3 Prozent. Fichtenholz bleibt dennoch die wichtigste Holzart, gefolgt von Kiefern- und Lärchenholz mit 13,2 Millionen Kubikmetern sowie Buche und anderem Laubholz mit 9,9 Millionen Kubikmetern.
Der niedrigere Einschlag gegenüber den Jahren 2020 und 2021 deutet darauf hin, dass ein Großteil der durch Borkenkäfer geschädigten Bestände bereits in den Vorjahren aufgearbeitet wurde. Fichtenbestände gelten als besonders anfällig für Schädlingsbefall, insbesondere bei vorhergehender Schwächung durch Trockenheit.
Der überwiegende Teil des Holzes wird weiterhin als Stammholz genutzt. Im Jahr 2025 entfielen 32 Millionen Kubikmeter beziehungsweise 55,9 Prozent auf die Verarbeitung in der Säge- und Furnierindustrie. Weitere Mengen wurden als Industrieholz sowie zur Energiegewinnung verwendet.






