Köln, 15. Mai 2026 (JPD) Die internationale Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke hat mit Justima erstmals in ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte eine Ausgründung vollzogen. Das Startup entwickelt eine KI-gestützte Plattform für das Monitoring europäischer Regulierung. Nach Angaben des Unternehmens analysieren KI-Agenten täglich mehr als 200 Rechts- und Regulierungsquellen und filtern geschäftsrelevante Änderungen für Rechts- und Compliance-Abteilungen heraus.
Gegründet wurde Justima von Alexander Lilienbeck und Christian Braun. Ergänzt wird das Management durch Gereon Abendroth, Partner bei Osborne Clarke und Vorsitzender des globalen AI Management Boards der Kanzlei. Osborne Clarke tritt nach eigenen Angaben als exklusiver Partner für regulatorische Expertise auf.
KI-gestütztes Gesetzesmonitoring für Compliance-Abteilungen
Die Plattform richtet sich insbesondere an Unternehmen mit regulatorischen Anforderungen in mehreren europäischen Märkten. Ziel ist es, manuelle Monitoring-Prozesse wie Newsletter-Auswertungen oder Einzelrecherchen zu ersetzen. Justima konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Beobachtung regulatorischer Entwicklungen und grenzt sich von klassischen Governance-, Risk- und Compliance-Systemen ab.
Nach Unternehmensangaben wurde die Relevanzlogik der Plattform gemeinsam mit den Regulatory-Experten von Osborne Clarke entwickelt. Justima werde ausschließlich in der Europäischen Union betrieben und erfülle Anforderungen der DSGVO sowie Standards nach ISO 27001 und SOC 2. Vor dem offiziellen Marktstart hätten sich rund 60 Unternehmen für einen frühen Zugang registriert, darunter den Angaben zufolge auch internationale Konzerne.
Kanzlei reagiert auf Wandel durch Künstliche Intelligenz
Mit der Ausgründung reagiert Osborne Clarke nach eigenen Angaben auf den zunehmenden Einfluss Künstlicher Intelligenz im Rechtsmarkt. Während allgemeine KI-Modelle unterschiedliche Anwendungsbereiche abdecken sollen, setzt Justima auf eine spezialisierte Lösung für regulatorisches Monitoring. Das Unternehmen sieht darin einen Ansatz, um Risiken durch übersehene regulatorische Änderungen zu reduzieren und Compliance-Abteilungen zu entlasten.





