Leipzig / Ettlingen, 11. Mai 2026 (JPD) Die Neuaufstellung der LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus GmbH ist im Insolvenzverfahren abgeschlossen worden. Das Unternehmen wurde dabei in zwei eigenständige Geschäftsbereiche aufgeteilt und von zwei Branchenunternehmen übernommen und fortgeführt. Nach Angaben des Insolvenzverwalters Christian Krönert von Schultze & Braun konnten auf diese Weise rund zwei Drittel der Arbeitsplätze erhalten werden.
Insolvenzverfahren sichert Teilfortführung und Beschäftigung in Leipzig
Die Restrukturierung begann mit dem Insolvenzantrag im August 2025 und wurde im laufenden Betrieb umgesetzt. Der Bereich Lagerei am Standort Leipzig sowie rund 20 Beschäftigte gehen rückwirkend zum 1. April 2026 auf die LEIPZIGER Logistik & Lagerhaus Südwest GmbH über. Das Unternehmen mit Sitz in Ettlingen agiert eigenständig und übernimmt den Geschäftsbetrieb in Leipzig vollständig weiter. Die Gläubiger hatten der Lösung zugestimmt und damit die Übernahme ermöglicht.
Zudem war bereits zum 1. November 2025 eine Teilübernahme im Transportgeschäft vereinbart worden, durch die 35 Arbeitsplätze gesichert wurden. Insgesamt bleiben damit rund 55 der zuvor etwa 90 Arbeitsplätze erhalten. Während des gesamten Verfahrens wurde der Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechung fortgeführt, um Kundenbeziehungen und Auftragsabwicklung zu sichern.
Krönert sprach von einer strukturellen Neuausrichtung, die durch die Aufteilung des Unternehmens in zwei Einheiten ermöglicht worden sei. Ohne diese Lösung wäre nach seiner Darstellung die Einstellung des Betriebs und der Verlust aller Arbeitsplätze möglich gewesen. Die Sanierung sei durch die enge Abstimmung mit dem Gesellschafter sowie den Einsatz der insolvenzrechtlichen Instrumente getragen worden.
Nach Angaben von Gesellschafter Günter Bauer wurde der Standort Leipzig nahtlos übernommen. Die Kunden profitierten von einer unterbrechungsfreien Fortführung der Logistikleistungen. Bauer verwies zudem auf die langjährige Zusammenarbeit mit den Beschäftigten und deren fachliche Qualifikation.
Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten waren laut Darstellung des Unternehmens auf gestiegene Finanzierungskosten für Fahrzeuge sowie erhebliche Preissteigerungen bei Material und Betriebsmitteln zurückzuführen. Diese Entwicklungen hätten sich insbesondere nach der Corona-Pandemie und infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verstärkt ausgewirkt.






