
Wiesbaden, 24. April 2026 (JPD) Die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft in Deutschland sind im Jahr 2024 deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistisches Bundesamt beliefen sich die Mittel aus öffentlicher und privater Hand auf 426 Milliarden Euro. Das entspricht einem nominalen Zuwachs von 21 Milliarden Euro beziehungsweise fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich leicht auf 9,8 Prozent.
Den größten Anteil nahm das Bildungsbudget ein, das 2024 insgesamt 305 Milliarden Euro erreichte und damit um sechs Prozent wuchs. Davon entfielen 250 Milliarden Euro auf Bildungseinrichtungen, darunter 141 Milliarden Euro für Schulen und schulnahe Bereiche, 55 Milliarden Euro für tertiäre Einrichtungen einschließlich Forschung sowie 50 Milliarden Euro für Kindertagesstätten. Weitere 15 Milliarden Euro wurden für Bildungsförderung aufgewendet, während 30 Milliarden Euro auf ergänzende Bildungsbereiche wie Weiterbildung und Jugendarbeit entfielen.
Steigende Ausgaben für Forschung und Bildungsinfrastruktur
Die Investitionen von Unternehmen und außeruniversitären Einrichtungen in Forschung und Entwicklung stiegen auf 113 Milliarden Euro und lagen damit vier Prozent über dem Vorjahreswert. Für sonstige Bildungs- und Wissenschaftsinfrastruktur, etwa Bibliotheken und Museen, wurden acht Milliarden Euro ausgegeben, was einem Anstieg von fünf Prozent entspricht.
Zur Finanzierungsstruktur liegen bislang Daten für 2023 vor. In diesem Jahr trugen die öffentlichen Haushalte 64 Prozent der Gesamtausgaben, wobei die Länder mit 38 Prozent den größten Anteil stellten. Der private Bereich übernahm 33 Prozent, während zwei Prozent der Mittel aus dem Ausland stammten.




