
Wiesbaden, 16. April 2026 (JPD) Die Zahl der Elterngeldbeziehenden in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut gesunken. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhielten rund 1,61 Millionen Menschen Leistungen, 3,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit setzte sich der Rückgang im vierten Jahr in Folge fort; gegenüber 2021 beträgt das Minus 13,9 Prozent. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit den rückläufigen Geburtenzahlen.
Die Zahl der Männer mit Elterngeldbezug verringerte sich um 3,4 Prozent auf 417 000, die der Frauen um 3,8 Prozent auf 1,19 Millionen. Der Väteranteil blieb mit 25,9 Prozent nahezu unverändert gegenüber 2024. Regional zeigten sich weiterhin Unterschiede: Den höchsten Anteil verzeichnete Sachsen mit 30,0 Prozent, während das Saarland mit 21,0 Prozent den niedrigsten Wert aufwies.
Elterngeld Plus gewinnt weiter an Bedeutung
Parallel dazu nahm die Nutzung von Elterngeld Plus weiter zu. Im Jahr 2025 planten rund 648 000 Leistungsbeziehende, diese Variante zumindest anteilig zu nutzen. Der Anteil stieg auf 40,3 Prozent nach 36,7 Prozent im Vorjahr und erreichte damit einen neuen Höchststand. Insbesondere Mütter griffen häufiger darauf zurück als Väter.
Elterngeld Plus ermöglicht bei geringeren monatlichen Leistungen eine längere Bezugsdauer und kann bei paralleler Teilzeitarbeit beider Eltern durch einen Partnerschaftsbonus erweitert werden. Diese Zusatzmonate wurden jedoch nur von 8,3 Prozent der Berechtigten in Anspruch genommen.
Deutliche Unterschiede bestehen weiterhin bei der geplanten Bezugsdauer. Frauen planten im Durchschnitt 14,9 Monate Elterngeld, während Männer mit durchschnittlich 3,8 Monaten deutlich kürzere Zeiträume vorsahen. Diese Differenz ist seit Jahren weitgehend stabil.





