Mehr Kinder durch Homeoffice? Studie zeigt deutlichen Zusammenhang

München, 18. März 2026 (JPD) Haushalte mit Homeoffice weisen einer internationalen Studie zufolge höhere Geburtenraten auf. In Haushalten, in denen mindestens ein Tag pro Woche im Homeoffice gearbeitet wird, liegt die Geburtenrate im Durchschnitt um 14 Prozent über der von Haushalten ohne Homeoffice. Das geht aus einer Untersuchung des ifo Instituts und der Universität Stanford hervor, die Daten aus 38 Ländern auswertet. Der Effekt zeigt sich sowohl bei bereits geborenen als auch bei geplanten Kindern.

Besonders ausgeprägt ist der Zusammenhang, wenn beide Partner im Homeoffice tätig sind. In den USA liegt die Geburtenrate in solchen Haushalten um 18 Prozent höher als bei Paaren ohne Homeoffice. Die Studienautoren führen dies unter anderem auf geringeren organisatorischen Aufwand bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zurück.

Studie sieht Homeoffice als möglichen Faktor für höhere Geburtenrate

Für Deutschland ergibt sich nach Berechnungen der Studie ein mögliches zusätzliches Potenzial von rund 13.500 Geburten pro Jahr, wenn die Homeoffice-Quote das Niveau der USA erreichen würde. Die Autoren betonen jedoch, dass Homeoffice allein demografische Entwicklungen nicht umkehren könne, sondern lediglich einen ergänzenden Einfluss darstelle.

Grundlage der Analyse sind Umfragedaten des „Global Survey of Working Arrangements“. Untersucht wurden Personen im Alter von 20 bis 45 Jahren. Berücksichtigt wurden sowohl tatsächliche Geburten zwischen 2023 und 2025 als auch geplante Kinder und die Geburtenrate über den Lebensverlauf.

Markiert:
Cookie Consent mit Real Cookie Banner