Insolvenzverfahren bei Horst Pfau eröffnet – Investorensuche läuft

Chemnitz, 7. Mai 2026 (JPD) Das Insolvenzverfahren des Werkzeugherstellers Horst Pfau ist zum 1. Mai 2026 planmäßig eröffnet worden. Das Amtsgericht Chemnitz bestellte Christian Krönert von der Kanzlei Schultze & Braun zum Insolvenzverwalter. Dieser hatte unmittelbar nach dem Insolvenzantrag Ende Februar 2026 die Suche nach Investoren aufgenommen. Ziel ist der Erhalt des Unternehmens sowie möglichst vieler Arbeitsplätze. Nach Angaben der Beteiligten sollen die Verhandlungen mit potenziellen Investoren bis zum Sommer abgeschlossen werden.

Investorensuche und laufender Geschäftsbetrieb bei Horst Pfau

Der Geschäftsbetrieb wird trotz des Insolvenzverfahrens unverändert fortgeführt. Aufträge werden weiterhin in gewohnter Qualität gefertigt und ausgeliefert, neue Bestellungen sind jederzeit möglich. Nach Angaben des Insolvenzverwalters zeigt sich eine stabile Nachfrage, da Kunden dem Unternehmen weiterhin treu bleiben und fortlaufend Aufträge erteilen. Dies soll zur Stabilisierung der laufenden Sanierung beitragen.

Horst Pfau entwickelt und fertigt Stanz- und Umformwerkzeuge sowie Folgeverbundwerkzeuge nach individuellen Kundenanforderungen, auch in Kleinserien. Ergänzend werden Konstruktionen erstellt und in der Stanzerei Bauteile in Lohnarbeit produziert. Die Unternehmensgeschichte geht auf die 1914 gegründete Emil Schwammekrug Werkzeugbaufabrik zurück.

Die Belegschaft umfasst 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bereits über die aktuelle Entwicklung informiert wurden. Nach dem Ende des Insolvenzgeldzeitraums Ende April sollen Löhne und Gehälter wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden. Die Unternehmensleitung und der Insolvenzverwalter betonen die enge Zusammenarbeit zur Sicherung der Zukunft des Betriebs.

Als Ursache der wirtschaftlichen Schwierigkeiten gelten vor allem die anhaltende konjunkturelle Schwäche in Deutschland und die Belastungen in der Automobilzulieferindustrie. Diese führten zu rückläufigen Bestellungen, da weniger neue Produktserien aufgelegt werden. Der dadurch entstandene Umsatz- und Auftragsrückgang konnte nicht mehr ausgeglichen werden, wodurch eine Liquiditätslücke entstand.

Cookie Consent mit Real Cookie Banner