Bundeskartellamt genehmigt Cosco-Anteilserwerb an Spedition Zippel

Bonn, 20. Februar 2026 (JPD) – Das Bundeskartellamt hat den Erwerb von 80 Prozent der Anteile an der Konrad Zippel Spediteur GmbH, Hamburg, durch die chinesische Reederei Cosco Shipping Holdings Co., Ltd., Peking, freigegeben. Die Freigabe erfolgte nach Prüfung der wettbewerblichen Auswirkungen, da beide Unternehmen auf unterschiedlichen Stufen der Transportkette tätig sind und nicht in direktem Wettbewerb zueinander stehen.

Cosco ist als global tätige Containerreederei vor allem im internationalen Seeverkehr aktiv, in Deutschland unter anderem über eine Minderheitsbeteiligung von 24,99 Prozent an der HHLA Container Terminal Tollerort GmbH in Hamburg. Zippel organisiert den Weitertransport von Containern aus den Seehäfen ins Binnenland, insbesondere im kombinierten Verkehr über die Schiene. Laut Bundeskartellamt bewegen sich die Aktivitäten von Zippel nur auf einem Bruchteil der in Hamburg und Bremerhaven umgeschlagenen 12 Millionen Container im Jahr 2024.

Kein wettbewerblicher Konflikt festgestellt

Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, erklärte, dass keine wettbewerblichen Bedenken gegen den Zusammenschluss bestehen. „Cosco transportiert im Wesentlichen Container auf dem Seeweg, während Zippel den Weitertransport der Container ins Binnenland organisiert. Die Unternehmen sind damit nicht in unmittelbarem Wettbewerb. Außenwirtschaftsrechtliche oder sicherheitspolitische Aspekte gehören nicht in die kartellrechtliche Prüfung.“

Die Behörde stellte außerdem fest, dass der Zusammenschluss voraussichtlich keinen spürbaren Einfluss auf den Zugang anderer Reedereien zu Speditionsdienstleistungen oder auf die Geschäftskontakte anderer Spediteure haben wird. Etwaige sicherheitspolitische oder außenwirtschaftsrechtliche Prüfungen obliegen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

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