ADV Augsburg: Vorläufiger Insolvenzverwalter startet Investorenprozess

Augsburg, 21. April 2026 (JPD) Im vorläufigen Insolvenzverfahren über das Vermögen der ADV-Augsburger Druck- und Verlagshaus GmbH hat der vorläufige Insolvenzverwalter Georg Jakob Stemshorn einen strukturierten Investorenprozess eingeleitet. Der Gläubigerausschuss stimmte dem Vorgehen zu. Ziel ist eine Fortführungslösung unter Wahrung der Gläubigerinteressen. Parallel dazu laufen Gespräche mit potenziellen Investoren.

Das Amtsgericht Augsburg hatte am 30. März 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Stemshorn von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH bestellt. Der Geschäftsbetrieb des Unternehmens, das auf Kataloge, Magazine und Werbesendungen spezialisiert ist, wird seitdem uneingeschränkt fortgeführt. Bestehende Aufträge werden weiterhin abgearbeitet.

Investorenprozess im vorläufigen Insolvenzverfahren

Der Insolvenzverwalter analysiert derzeit gemeinsam mit seinem Team die wirtschaftliche Lage und prüft Sanierungsoptionen. Der M&A-Prozess wird durch Berater von SGP Schneider Geiwitz Corporate Finance begleitet. Ziel ist eine tragfähige Lösung, die den Betrieb erhält und Perspektiven für Gläubiger schafft.

Die Geschäftsführung unterstützt die Sanierungsbemühungen und führt den operativen Betrieb fort. Die Löhne und Gehälter der rund 100 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert; die Zahlungen für März wurden bereits geleistet. Das Marktumfeld wird als angespannt beschrieben.

Nicht von der Antragstellung betroffen sind die Franz Schoder Druck GmbH & Co. KG sowie die ADV Mediendienste GmbH. Beide Gesellschaften sind rechtlich eigenständig, treten jedoch gemeinsam mit dem Verlagshaus unter der Dachmarke „ADV SCHODER – Druck verbindet“ am Markt auf.

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