
München/Prag, 30. April 2026 (JPD) Ermittler des Bayerischen Landeskriminalamts haben gemeinsam mit dem LKA Berlin und INTERPOL mehrere aus Tschechien entwendete Kulturgüter sichergestellt und an die Herkunftsorte zurückgeführt. Die Objekte waren in den vergangenen Jahren aus Kirchen und vergleichbaren Einrichtungen gestohlen und später in Deutschland sowie über Online-Plattformen zum Verkauf angeboten worden. Grundlage der Maßnahmen waren mehrere Ermittlungsverfahren aus den Jahren 2023 bis 2026.
Rückgabe gestohlener Sakralkunst nach internationalen Ermittlungen
Nach Abschluss der Ermittlungen und in Abstimmung mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wurden am 29. April 2026 insgesamt fünf Kulturgüter übergeben. Es handelt sich um historische Heiligenstatuen und Engelsfiguren aus Holz und Stein, die aus unterschiedlichen tschechischen Kirchen entwendet worden waren. Die Objekte konnten unter anderem in Auktionshäusern in Bayern und Berlin sowie über Online-Verkäufe identifiziert und sichergestellt werden.
Zu den zurückgeführten Gegenständen zählen eine Holzstatue des Heiligen Wenzel aus dem 18. Jahrhundert, eine Figur des Heiligen Leonhard aus dem 16. Jahrhundert sowie mehrere Engelsdarstellungen aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. In einzelnen Fällen verzichteten bisherige Besitzer oder Verkäufer nach Identifizierung auf die Objekte, sodass eine Rückgabe an die rechtmäßigen Eigentümer erfolgen konnte. Die Sicherstellungen erfolgten teils im Rahmen von Durchsuchungsmaßnahmen, teils durch Kooperation mit Verkaufsplattformen.
An der Übergabezeremonie nahmen Vertreter deutscher und tschechischer Behörden sowie kirchlicher Einrichtungen teil. Die Maßnahmen verdeutlichen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Kulturgutdelikten und der Rückführung geschützter Kulturgüter.






