
Mainz, 27. März 2026 (JPD) Die gestiegenen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs belasten eine Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland. Nach einer Umfrage des ZDF-Politbarometer empfinden 58 Prozent die höheren Kosten für Benzin, Öl und Gas als großes oder sehr großes Problem. Zugleich kritisieren 80 Prozent, dass die Bundesregierung zu wenig gegen den Preisanstieg unternimmt. Eine deutliche Mehrheit von 73 Prozent spricht sich für eine vorübergehende Senkung von Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe aus.
Politische Stimmung: AfD gewinnt, SPD verliert deutlich
In der Sonntagsfrage liegt die Union unverändert bei 26 Prozent, während die AfD auf 26 Prozent zulegt. Die SPD fällt auf 13 Prozent und erreicht damit einen Tiefstwert. Die Grünen verbessern sich auf 15 Prozent, die Linke kommt auf 10 Prozent, während kleinere Parteien zusammen 10 Prozent erzielen. Eine parlamentarische Mehrheit für eine Koalition aus Union und SPD ergäbe sich damit weiterhin nicht.
Die Erwartungen an angekündigte Reformmaßnahmen der Bundesregierung bleiben verhalten. Nur 31 Prozent der Befragten trauen der Koalition aus Union und SPD zu, einen wesentlichen Beitrag zur Problemlösung zu leisten, während 64 Prozent daran zweifeln. Entsprechend äußern sich 61 Prozent unzufrieden mit der Regierungsarbeit und 57 Prozent mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Dennoch rechnen 66 Prozent damit, dass die Regierung bis zum regulären Ende der Legislaturperiode im Jahr 2029 bestehen bleibt.
Im Ranking der politischen Akteure führt weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius. Dagegen rutscht SPD-Chef Lars Klingbeil erstmals in den negativen Bewertungsbereich, während Alice Weidel das Schlusslicht bleibt. Nur 17 Prozent der Befragten trauen Klingbeil und Bärbel Bas zu, die SPD aus der Krise zu führen.
Eine Mehrheit von 56 Prozent lehnt weiterhin jede Zusammenarbeit anderer Parteien mit der AfD ab. Gleichzeitig erwarten 89 Prozent, dass ein anhaltender Krieg zwischen den USA, Israel und Iran der deutschen Wirtschaft erheblich schaden wird. Die Erhebung basiert auf einer repräsentativen Befragung von 1.206 Wahlberechtigten durch die Forschungsgruppe Wahlen.





