Polizei NRW meldet Rückgang bei Gewalt und Diebstahl – Anstieg bei Sexualdelikten

Düsseldorf, 2. März 2026 (JPD) Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 weist für Nordrhein-Westfalen insgesamt einen Rückgang der Straftaten aus. Landesweit registrierte die Polizei rund 1,36 Millionen Fälle, drei Prozent weniger als 2024, bei einer Aufklärungsquote von 53,7 Prozent. Minister des Innern Herbert Reul betonte, dass insbesondere Gewaltdelikte, Diebstahl und Einbruch rückläufig seien, während Sexualdelikte und Tötungsdelikte zugenommen hätten. Mehr als 324.000 Menschen wurden im vergangenen Jahr Opfer einer Straftat.

Gewalt, Diebstahl und Sexualdelikte im Fokus

Gewaltdelikte gingen um 1,8 Prozent auf rund 159.000 Fälle zurück, darunter knapp 105.000 einfache Körperverletzungen und rund 39.000 gefährliche und schwere Körperverletzungen. Die Aufklärungsquote lag bei 84 Prozent. Straßenkriminalität sank um vier Prozent auf etwa 308.000 Fälle, Raubdelikte um 6,4 Prozent auf rund 11.000 Fälle. Messerkriminalität verringerte sich leicht auf fast 7.200 Fälle, 49 Menschen wurden durch Messerangriffe getötet. Mord und Totschlag stiegen auf 508 Fälle, 93 Prozent wurden aufgeklärt.

Diebstähle machten 37 Prozent aller Straftaten aus. Ladendiebstähle sanken um acht Prozent auf etwa 92.000 Fälle, Wohnungseinbrüche gingen um drei Prozent auf 27.500 Fälle zurück, Taschendiebstähle um elf Prozent. Insgesamt ermittelte die Polizei rund 479.000 Tatverdächtige, drei Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger liegt bei 35 Prozent, besonders hoch bei Mord, Raub und Einbruch.

Die Kinder- und Jugendkriminalität ging leicht zurück: Rund 21.000 Kinder und 40.000 Jugendliche waren tatverdächtig, letzterer Bereich fast acht Prozent weniger als 2024. Sexualdelikte stiegen um 5,2 Prozent auf über 32.000 Fälle, darunter 3.784 Vergewaltigungen. Fälle häuslicher Gewalt nahmen leicht auf rund 62.000 Taten zu, 59 Menschen starben durch Partnergewalt. Sexueller Missbrauch von Kindern stieg um 2,7 Prozent auf über 4.500 Fälle, Kinderpornografie um neun Prozent auf mehr als 9.800 Fälle.

Bei der Rauschgiftkriminalität sank die Gesamtzahl auf rund 35.000 Fälle, insbesondere durch Rückgänge bei Cannabis, während Kokain und Crack um 17 Prozent zunahmen. Cybercrime nahm insgesamt um sechs Prozent auf rund 55.000 Taten ab, klassische Internetstraftaten blieben mit rund 100.000 Fällen stabil.

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