
Berlin, 11. März 2026 (JPD) Die Zahl der registrierten Straftaten in Berlin ist im Jahr 2025 deutlich gesunken. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) wurden 502.743 Fälle erfasst, 36.306 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 6,7 Prozent. Die Aufklärungsquote lag bei 44,9 Prozent.
Bei den Rohheitsdelikten, zu denen etwa Raub und Körperverletzung zählen, ging die Zahl der Fälle leicht auf 80.541 zurück. Zugleich verzeichnete die Statistik einen deutlichen Anstieg bei Mord und Totschlag auf 165 Fälle, ein Plus von 41 Prozent. Darin enthalten sind 79 Taten, die einer Mordserie zugerechnet werden, bei der ein Palliativmediziner im Verdacht steht, schwerkranke Patienten getötet zu haben.
Zunahme bei Sexualdelikten und Schusswaffenkriminalität
Die Polizei registrierte 2025 insgesamt 8.652 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, 15,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark stieg die Zahl der Fälle im Zusammenhang mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten. Nach Angaben der Behörden hängt dies auch mit internationalen Meldungen zusammen, etwa vom „National Center for Missing and Exploited Children“, die von deutschen Ermittlern ausgewertet werden.
Deutlich zugenommen hat zudem die Schusswaffenkriminalität. Die Polizei erfasste 1.119 Fälle, 68 Prozent mehr als im Jahr zuvor. In 604 Fällen wurde mit einer Schusswaffe gedroht, in 515 Fällen tatsächlich geschossen. Neben einer möglichen realen Zunahme führen die Behörden den Anstieg auch auf eine seit 2025 genauere statistische Erfassung im polizeilichen Informationssystem zurück.
Leicht gestiegen ist auch die Zahl der registrierten Messerangriffe auf 3.599 Fälle. In knapp der Hälfte der Fälle wurde mit einem Messer gedroht. Rund 49 Prozent der Taten ereigneten sich im öffentlichen Raum. Seit 2025 gelten in mehreren Bereichen der Stadt Waffen- und Messerverbotszonen; dort gingen die registrierten Messerangriffe laut Polizei um etwa 25 bis 45 Prozent zurück.
Politisch motivierte Kriminalität nimmt leicht zu
Die politisch motivierte Kriminalität stieg 2025 insgesamt leicht auf 8.645 Fälle, während die Zahl der Gewaltdelikte in diesem Bereich auf 902 zurückging. Antisemitische Straftaten nahmen deutlich zu und erreichten 2.268 registrierte Fälle. Ein Großteil wurde dem Phänomenbereich „ausländische Ideologie“ zugeordnet.
Auch politisch motivierte Straftaten aus dem rechten und linken Spektrum nahmen zu. Im Bereich der rechten Kriminalität registrierte die Polizei 3.021 Fälle, während die Zahl der Gewaltdelikte hier auf 133 stieg. Im linken Spektrum erhöhte sich das Fallaufkommen auf 960 Taten; die Zahl der Gewaltdelikte kletterte auf 237 Fälle.






