
Berlin, 06.01.2026 (PM) – Zum Jahresende blickt eine klare Mehrheit der Bundesbürger pessimistisch auf die politische Entwicklung im kommenden Jahr. Laut aktueller forsa-Umfrage im Auftrag von RTL Deutschland (18. und 19. Dezember 2025) erwarten die Menschen nur in einem Politikbereich häufiger eine Verbesserung als eine Verschlechterung: der Verteidigungsfähigkeit Deutschlands. 47 Prozent rechnen hier mit einer Verbesserung, 11 Prozent mit einer Verschlechterung.
In nahezu allen anderen Bereichen überwiegt dagegen deutlich die Skepsis. Bei der wirtschaftlichen Lage und den Arbeitsplätzen erwarten 60 Prozent eine Verschlechterung, nur 11 Prozent eine Verbesserung. Ähnlich negativ fallen die Erwartungen für die sozialen Sicherungssysteme (59 % Verschlechterung), das Schul- und Bildungssystem (51 %) sowie die Preisentwicklung aus, bei der sogar 69 Prozent mit einer weiteren Verschlechterung rechnen. Auch bei Infrastruktur (47 % negativ) und innerer Sicherheit (43 %) überwiegt klar der Pessimismus.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Bundesregierung, um wieder Vertrauen zurückzugewinnen. 77 Prozent der Bundesbürger sagen, die Regierung müsse sich stärker um die Probleme kümmern, die die Mehrheit der Menschen bewegen. 67 Prozent fordern eine deutlich zügigere Umsetzung von Reformen, und 63 Prozent halten es für zentral, dass Bundeskanzler Friedrich Merz weniger vollmundige Versprechen macht, die später nicht eingehalten werden. Fast die Hälfte (48 Prozent) sieht zudem weniger Streit und eine bessere Zusammenarbeit der Koalitionsparteien als entscheidend für einen politischen Neustart.
Damit zeigt sich: Die Erwartungen an das Jahr 2026 sind von Skepsis geprägt und das Vertrauen in politische Verbesserungen hängt für viele Bürger vor allem an konkreten Reformen, klarer Führung und einer sichtbar handlungsfähigeren Bundesregierung.
Datenbasis: 1.012 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.