
Braunschweig, 5. Januar 2026 (JPD) – Am Oberlandesgericht Braunschweig hat zum Jahresbeginn ein Wechsel an der Spitze stattgefunden. Seit dem 1. Januar 2026 steht Katrin Rieke an der Spitze des Gerichts. Sie folgt auf Wolfgang Scheibel, der mit Ablauf des Jahres 2025 in den Ruhestand getreten ist.
Mit der Ernennung Riekes wird erstmals eine Frau Präsidentin des Oberlandesgerichts Braunschweig. Zugleich werden damit alle drei Oberlandesgerichte in Niedersachsen von Frauen geleitet. Das Oberlandesgericht Braunschweig ist eines der zentralen oberen Landesgerichte der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Niedersachsen.
Langjähriger Wechsel nach Eintritt in den Ruhestand
Die neue Präsidentin verfügt über langjährige Erfahrung in Justiz und Verwaltung. Rieke trat im Jahr 2000 in den Dienst der niedersächsischen Justiz ein und war unter anderem als Richterin am Landgericht Hannover sowie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesgerichtshof tätig. Nach Stationen am Oberlandesgericht Celle wurde sie 2018 zur Vorsitzenden Richterin am Oberlandesgericht Celle ernannt und übernahm anschließend Leitungsfunktionen im Niedersächsischen Justizministerium sowie als Präsidentin des Landessozialgerichts.
Ihr Vorgänger Wolfgang Scheibel leitete das Oberlandesgericht Braunschweig seit 2015. Zuvor war er unter anderem Präsident des Landgerichts Braunschweig, Direktor des Amtsgerichts Göttingen sowie Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium. Scheibel trat 1989 in die niedersächsische Justiz ein und war in verschiedenen Funktionen in der Justiz und der Ministerialverwaltung tätig.
Der Führungswechsel markiert einen personellen Einschnitt am Oberlandesgericht Braunschweig, das als Berufungs- und Revisionsgericht eine zentrale Rolle in der niedersächsischen Justiz einnimmt. Mit dem Amtsantritt Riekes ist die Neubesetzung der Gerichtsleitung abgeschlossen.