Celle, 14. Januar 2026 (JPD)
Am Oberlandesgericht Celle hat Dr. Martin Grote den Vorsitz eines Staatsschutzsenats übernommen. Der 55-jährige Richter war zuletzt Vorsitzender der Schwurgerichtskammer am Landgericht Hannover und verfügt über langjährige Erfahrung im Strafrecht. Mit dem Wechsel übernimmt er eine zentrale Funktion in der niedersächsischen Staatsschutzjustiz.

Dr. Grote steht künftig dem 5. Strafsenat vor, der unter anderem für Staatsschutzsachen zuständig ist. Daneben führt er den Vorsitz im 3. Strafsenat, der insbesondere Revisionsverfahren aus dem Bezirk des Landgerichts Hildesheim verhandelt. Er folgt damit auf Ralf Günther, der im Sommer vergangenen Jahres in den Ruhestand getreten ist.

Staatsschutzsenate mit landesweiter Zuständigkeit

Am Oberlandesgericht Celle sind zwei Staatsschutzsenate angesiedelt, die landesweit für Straftaten zuständig sind, die sich gegen den Bestand oder die Sicherheit des Staates richten. Dazu zählen unter anderem Verfahren wegen terroristischer Straftaten, Hochverrats oder Spionage. Die Senate übernehmen damit eine Schlüsselrolle in der strafrechtlichen Aufarbeitung besonders sensibler und komplexer Verfahren.

Dr. Martin Grote war seit Oktober 2022 Vorsitzender der Schwurgerichtskammer am Landgericht Hannover und leitete dort zahlreiche aufsehenerregende Strafverfahren. Nach Studium und Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle wurde er an der Leibniz Universität Hannover mit einer Arbeit zur Geschichte der DDR-Justiz promoviert. Seine richterliche Laufbahn führte ihn ab 2002 an das Amtsgericht und später an das Landgericht Hildesheim, bevor er 2011 zum Vorsitzenden Richter am Landgericht Hannover ernannt wurde. Zwischen 2017 und 2018 war er zudem im Niedersächsischen Justizministerium tätig, wo er das Referat für materielles Strafrecht und Rechtshilfe leitete.

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